Sonntag, 28. September 2014

We return back home

Etwa ein aufregender Monat Japan-Urlaub liegt hinter uns. Viele unserer Erlebnisse sind in diesem Blog festgehalten. Alle anderen werden wir euch noch häufig genug erzählen bis ihr sie nicht mehr hören wollt.
Unser Flug geht in einer Dreiviertelstunde. Aus Dubai werden wir nicht bloggen können. Daher gibt es erst aus Deutschland wieder eine Nachricht.
Viele Grüße aus Osaka. Bis Montag!

Samstag, 27. September 2014

Okinawa6

Heute haben wir nochmal einen Ausflug nach Naha unternommen. Dort haben wir einen Park besucht, wo man über Holzstege durch die Mangroven laufen kann. Nachmittags sind wir durch einen Garten chinesischer Art spaziert und haben danach noch etwas Zeit am Strand verbracht. Morgen geht's zurück nach Osaka und von dort gleich über Dubai wieder nach Hause.



Freitag, 26. September 2014

Okinawa5

Heute waren wir mal mit dem Taxi unterwegs. Wir haben uns zum Kap Maeda fahren lassen und wollten dort eigentlich Schnorcheln gehen. Wegen einer Sturmflut wurde um allerdings ein Strich durch die Rechnung gemacht. Dafür konnten wir umso besser am Strand Muscheln sammeln. Mittags waren wir in einem Lokal und haben typischen Gerichte der Region gegessen: Goja-Salat (Bittermelone), Nudelsuppe mit Schweineklauen und Bambussprossen mit irgend einem sehr ausgefallenen Organ vom Schwein. Jedenfalls wurde nochmals extra darauf hingewiesen, dass es sich um eine Spezialität handelt, die vielleicht nichts für jedermanns Geschmack ist. Trotzdem hat alles super geschmeckt, wir waren alle vier satt und haben dabei mit Getränken weniger als umgerechnet 20€ gezahlt (zusammen!). Im Anschluss haben wir den Ryukyu-Dorf besucht, einen Erlebnispark, der vor allem Familien mit Kindern das traditionelle Leben auf der Insel zu vermitteln versucht. Wir sahen mehrere Vorstellungen mit Tänzen und Musik, sowie einen Schlangenbändiger, der mit den tödlich giftigen Habuschlangen herumwedelt. Es gab auch verschiedenes Handwerk zu sehen: Indigo-Färben, Weben, Töpfern und Zuckerrohrverarbeitung.




Donnerstag, 25. September 2014

Okinawa4

Naha ist eine Stadt mit ca. 300.000 Einwohnern im Süden der Insel. Bevor Okinawa Teil Japans wurde, war sie die Hauptstadt des Königreichs Ryukyu. Wir haben uns heute vom Personal des Hotels zum Flughafen in Nara fahren lassen. Von dort aus verkehrt eine Monorail-Bahn in und durch die Stadt. Dort haben wir die Burg besichtigt. Sie wurde im zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört. Danach sind wir die wichtigste Einkaufsstraße abgelaufen und haben den örtlichen Markt angesehen. Neben allerlei Krimskrams gibt es hier unter anderem getrocknete Wasserschlangen, Süßkartoffeln und sogar lebende Palmdiebe zu kaufen. Im zweiten Stock kann man frisch, gut und günstig essen. Frisch gestärkt haben wir den Nachmittag genutzt, um das Museum der Region zu besuchen. Es zeigt neben Kunst und Spezialaustellungen die Natur und Besiedlunggeschichte der Region. Besonders exotisch waren die Werkzeuge und Gebrauchsgegenstände aus großen Muschelschalen und anderen natürlichen Materialien der Insel. Leider durften wieder mal keine Fotos gemacht werden.

Mittwoch, 24. September 2014

Kaffeefahrt

Wie schon zu lesen war, mussten wir unsere Pläne für Okinawa ändern, da wir kein Auto mieten konnten. Daher sind wir heute mit einer Tour von unserem Hotel unterwegs. Die Ziele sind Ryugujo Butterfly Garden, Okinawa Churaumi Aquarium, Nago Pineapple Park und Glass House in the Forest. Die ersten drei wollten wir sowieso sehen. Das letzte nehmen wir einfach mit.

Los geht es um 08:40 Uhr mit dem Shuttle zu einem anderen Hotel. Wir sind die einzigen nicht Japaner in der Gruppe. Die Reiseführerin spricht so gut wie kein Englisch. Naja, wir wollen eigentlich auch nur ein Shuttle. Gute zwei Stunden bis zur ersten Station lassen sich schon aushalten. Um uns herum versteht uns keiner, wir können also sagen, was wir wollen und zur Not gibt es noch Handy und Tablet.

Man sieht schöne Landschaften und kann ein paar Fotos knipsen, also gar nicht so langweilig. Jedoch redet die Reiseleiterin ununterbrochen in ihr Mikrophon, das leider ihre Stimme gut verstärkt. Ach, warum habe ich ausgerechnet heute meine guten In-Ear-Kopfhörer im Hotel gelassen.

Nach guten zwei Stunden Fahrt sind wir endlich bei den Schmetterlingen. Hier gibt es auch ein Mittagessen. Das klingt doch ganz gut, auch wenn es noch nicht ganz Mittag ist. Der Teller Soba-Nudeln, der jedoch vor mir steht, könnte vielleicht als Vorspeise durchgehen, von der Größe her. Der Geschmack ist nicht schlecht, jedoch nicht mehr als Durchschnitt. Dazu gibt es ein lila Stück Kuchen. Das schmeckt gut. Wie wir dann im Shop herausfinden, handelt es sich um Purple Jam Cake. Das bedeutet mit Süßkartoffelgeschmack.

Es verbleibt noch eine gute halbe Stunde für die Schmetterlinge. Mehr braucht man auch nicht. Ein größeres Gebäude mit den Tieren gibt es. Diese sind schön und zahlreich. Sie setzen sich gerne auf rotes und posieren für Fotos. Die äußerst euphorischen Schreie der Japanerinnen kann ich nicht ganz nachvollziehen aber schlecht ist es hier nicht. So, jetzt aber schnell zum Bus.

Wenige Minuten später sind wir auch schon beim Aquarium. Inzwischen ist es drückend heiß und ich hoffe sehr, dass es keine Becken in der Sonne gibt. Damit habe ich Glück. Das Gebäude ist schön auf die hier üblichen 15° (subjektives Gefühl, wenn man das Gebäude betritt) herunter gekühlt. Hier haben wir drei Stunden Zeit. Das könnte reichen. Der Aufbau und die gezeigten Tiere sind schön. (Egal wie wenig ein Museum in Japan zu zeigen hat, der Aufbau und die Präsentation sind immer Top.)

Besonders beeindruckend ist ein riesiger Wassertank mit zahlreichen Fischen, kleinen Haien, Mantas und drei (!) Waalhaien. Durch einen kleinen Teil des Beckens kann man durch einen Tunnel laufen und die Tiere ganz nah sehen. Wenn über einen ein 12m großer Waalhaie vorbei schwimmt, kommt man sich ziemlich winzig vor. Weiter geht es mit einer eigen Abteilung über Haie, Tiefsee, Seekühen und Schildkröten. Punkt 15 Uhr startet eine kleine Delphin-Show,  jedoch müssen wir zum Bus zurück und unsere gut gelaunte Reiseführerin duldet keine Verspätung.

Kaum dass wir in den Bus eingestiegen sind, mussten wir schon wieder raus. (Also eigentlich hätte man die Strecke auch laufen können aber die Japaner bräuchten dafür ihr Wanderoutfit.) Uns wurde am Eingang irgendwas erklärt aber nicht in eine unserer Sprachen. Wir folgten einfach der Gruppe und fanden uns in einem Verkaufsraum wieder. Schön in einer Schlange wurden wir an jedem Stand vorbei geführt, durften etwas probieren und sollten es dann kaufen. Dabei hatten wir zwei entscheidende Vorteile: wir waren deutlich größer als die Verkäufer und keiner von denen konnte Englisch.

Damit hatten wir die Dreistigkeit uns einfach mehr zu nehmen. Fast alles war aus Ananas. Ananas-Likör und -Wein fand ich widerlich aber Kuchen, Kekse und rohe Ananas schmeckten sehr gut. Da haben wir deutlich mehr genommen als eingeplant war. Obwohl wir uns an den Häppchen gut bedient haben, konnten wir gar nicht so viel essen. Die Zeit war auch hier sehr knapp bemessen. Zurück im Bus sahen wir viele Japaner mit Einkaufstaschen aus dem Ananas-Laden. Wie konnten die essen und einkaufen? Und vor allem was haben die gekauft? Die Ananas hat ja schon ca. 4,50€ gekostet.

Wieder ein paar Minuten später und wir waren beim letzten Ziel, das Glass House in the Forest. Wir erwarten schon nichts mehr. Damit wurden wir nicht enttäuscht. Es ist eine kleine Glasbläserei mit sehr großer Verkaufsfläche. Zumindest können wir bei der Herstellung etwas zusehen. Nach einem kleinen Rundgang durch den Laden geht es auch schon wieder nach Hause.

Wir hören wieder unserer Reiseleiterin zu, wie sie ihren Endlostext aufsagt und driften in ein Gespräch ab. Überrascht werden wir von unserer Quasselstrippe, als sie uns ein winziges Eis anbietet. Es ist (Überraschung!) Ananas. (Prädikat: gar nicht mal so schlecht) Wir freuen uns, sie geht wieder nach vorne zu ihrem Sitz und plappert weiter. Dann erfahren wir, warum sie so griesgrämig ist: sie fängt an zu singen. Bei den Bedingungen würde ich den Job auch hassen. Keiner von uns kennt das Lied aber sogar ich höre, dass es nur selten richtig ist. Wir beherrschen uns. Eine Weile. Danach gibt es keine Ansagen mehr und wird fahren noch zum Hotel zurück.

Auch wenn ich hier etwas über die Kaffefahrt gelästert habe, hat sich der Tag gelohnt. Das Aquarium war sehenswert.

Okinawa3

In Ermangelung eines fahrbaren Untersatzes, hatten wir uns für heute zu einer sightseeing-tour per Bus angemeldet, die man rückblickend wohl als Kaffefahrt bezeichnen könnte. Erster Halt war an einem Restaurant, das zufälligerweise gleich den Souvenirshop im gleichen Gebäude beinhaltet. Zu Essen gab's (ja, richtig) Kuchen (und zwar aus lila Süßkartoffeln). Dazu gab's zwar keinen Kaffee, sondern stattdessen eine Insel-typisches Nudelsuppe. Die eigentliche Attraktion dieses Halts, ein Schmetterlingsgarten, ging dabei fast unter, da wir nur 15 min Zeit darin verbringen konnten. Danach haben wir das Churaumi Aquarium angesteuert. Es hat uns selbst nach dem Aquarium in Osaka noch begeistern können. Hier tummeln sich nämlich gleich drei von den Walhaien in einem Becken. Außerdem gibt es Delphine, Haie, Riesenschildkröten, Seekühe und Tiefseefische, die leuchten; dazu präparierte tote Riesenkraken und seltene Haiarten. Drei Stunden reichten gerade, um alles betrachten zu können. Der nächste Halt war irgendwie verstörend und lecker zugleich. Was wir erwartet hatten, war ein Park oder Feld, wo Ananas-Pflanzen kultiviert werden. Was wir vorfanden, war ein Slalomparkour durch ein Gebäude voller Souvenirstände. Erstaunlich, was man nicht alles aus Ananas machen kann: Wein, Likör, Limonade, Saft, Kekse, Kuchen, Schokolade und natürlich lässt sich auch vielen japanischen Gerichten Ananas beimischen. Ob das auch immer geschmacklich zusammen passt, konnten wir gleich vor Ort verkosten. Davon haben wir natürlich regen Gebrauch gemacht. Zuletzt wurden wir nur wenige hundert Meter weiter gekarrt zu einem Glasbläser-Souvenirladen. Hier konnte man auch einen kurzen Blick in die handwerkliche Fertigung werfen, was schon sehenswert war. So hat sich die Kaffeefahrt (auch wenn man den heutigen Ausflug so deklarieren muss) am Ende doch auf jeden Fall gelohnt.




Dienstag, 23. September 2014

Okinawa2

Im Hotel haben wir uns mal dem Frühstücksbuffet unterzogen. Fast alle Speisen, die wir in den Wochen zuvor als Herausforderung angesehen haben, waren vertreten: Seegras, kleine Fische im Ganzen, gesalzenes Steinobst und natürlich Natto (fermentierte Bohnen, die beim Essen Fäden ziehen). Kulinarisch hat Japan kaum noch etwas zu bieten, das wir nicht essen würden, dafür aber vieles, das wir zuhause sehr vermissen werden. Ziemlich vollgestopft haben wir uns dann bei unerträglichen Temperaturen aufgemacht, die Umgebung zu erkunden. Als wir den Strand erreichten war gerade Ebbe - als wir gegangen sind wieder Flut. Dazwischen haben wir im Schatten eines Baumes Zuflucht gesucht, Muscheln gesammelt und ein Wettrennen mit Einsiedler-Krebsen veranstaltet. Außerdem haben wir einen Felsen in der Brandung erklommen. Hier gibt es so viele exotische Pflanzen und Tiere zu entdecken: z.B. den Schlammspringer-Fisch, der auch über Land hüpft oder blühende Bananenstauden und Hibiskus.




Montag, 22. September 2014

Lost in Tokyo

Was macht man, wenn man sich in Tokyo verirrt hat? Richtig, man schaut auf den Plan der Öffis und man weiß gleich wieder wie man nach Hause kommt.

Oder wie seht ihr das?

Okinawa

Heute ging unser Inlandsflug nach Okinawa, einer tropischen Insel südlich der Hauptinseln Japans. Als wir ankamen, gab es starken Regen und der Bus, der uns zum Hotel bringen sollte, ließ wegen einem Verkehrsunfall lange auf sich warten. Im Hotel hatten wir erst Schwierigkeiten mit der Bezahlung und dann mit dem Leihwagen, den wir uns mieten wollten. Leider wird entgegen dem was uns in Deutschland gesagt wurde, der internationale Führerschein hier nicht ohne Übersetzungsurkunde anerkannt. Okinawa ist groß und kaum von öffentlichen Verkehrsmitteln erschlossen. Dennoch lassen wir uns nicht entmutigen und werden morgen trotzdem irgendwie die Insel erkunden.

Sonntag, 21. September 2014

Okinawa, wir kommen!

Jeder Japaner schwärmt von Okinawa. In ein paar Stunden sehen wir ob das stimmt.
Unser Flieger geht in 30 Minuten. Wir sind schon aufgeregt.

Aokigahara

Nördlich des Fuji erstreckt sich Aokigahara, das Meer aus Bäumen. Dort hat sich auf dem zerklüfteten Vulkangestein ein dichter Wald gebildet. Inspiriert durch einen Roman ist dieser Wald zu einer Anlaufstelle für Selbstmörder geworden. Ich habe eine Dokumentation dazu gesehen. Wir haben in diesem Wald zwei Höhlen besichtigt. Sie sind gut touristisch erschlossen, allerdings zwingt ihre (natürliche) Höhe an vielen Stellen selbst die Japaner, den Kopf einzuziehen. Drinnen gibt's Eisformen zusehen. Schon gegen Mittag ging's weiter. Freundlicherweise hat uns der nette Herr von der Rezeption des Hotels zum Bahnhof kutschiert. So konnten wir noch rechzeitig unseren Zug erreichen. Sechs Stunden später sind wir in Osaka angekommen, von wo wir morgen einen Inlandsflug Richtung Süden nehmen werden.



Samstag, 20. September 2014

Kawaguchiko

Endlich konnten wir mal unsere langen Hosen auspacken. Heute haben wir nämlich Tokyo verlassen und uns im höher gelegenen Kawaguchiko einquartiert. Kawaguchiko ist eigentlich nur eine kleine Stadt an einem kleinen gleichnamigen See. Das Besondere hier liegt 15km südlich, ist aber überall present: Japans Nationalheiligtum, der 3776m hohe Vulkankegel Fuji. Sein Anblick ist einfach ahtemberaubend. Er ist soetwas wie der Schicksalsberg eines jeden Japanreisenden. Steht man davor, so glaubt man ihn nach einem rufen zu hören, so sehr lockt sein besonderer Reiz. Leider ist der lange Aufstieg im September ohne spezielle Ausrüstung kaum zu meistern, da die Berghütten schon geschlossen haben und zudem offiziell nicht mehr erlaubt. Weil wir hier zudem auch zu wenig Zeit verbringen, blieb uns nur, stattdessen den viel kleineren Tenjo-yama zu besteigen. Die fantastische Aussicht dort auf den Fuji war immerhin ein schwacher Trost.


Freitag, 19. September 2014

Tokyo4

Heute sind wir schon um 6:30 Uhr aufgestanden, um die begehrten Restplätze-Tickets für's Sumoringen zu erwerben. Im Gegensatz zu gestern, als um 9:30 schon ausverkauft war, waren wir diesmal erfolgreich. Bis die Wettkämpfe begonnen haben, haben wir das Edo-Museum besucht. Es handelt Kultur und Geschichte Tokyos vom Siedlungsbeginn bis in die Gegenwart ab. Edo - das ist der alte Name Tokyos, das 1603 durch Shogun Ieyasu Tokugawa zur Hauptstadt erklärt wurde. Mittags haben wir uns in der Arena mit Chankonade, dem Sumoringer-Eintopf gestärkt. Es besteht aus Wurzelgemüse und stark gewürztem knorpeligem Fleisch. Danach haben wir uns freie Plätze gesucht und das Tunier verfolgt. Das Ringen ist sehr kurzweilig anzuschauen. Wir konnten über 40 Kämpfe ansehen. Sie sind schnell zu Ende und meist gewinnt der korpulentere Kämpfer. Zweimal kam es vor, dass einer der Ringer bis auf die am Boden sitzenden Schiedsrichter geschleudert wurde. Die heutige e-ood-challenge war wieder eine große Herausforderung. Es gab nochmal salziges Steinobst - diesmal in grün und knackig. Die drinking-challenge dagegen war noch exotischer: Tomatenbier  - schmeckt wie Tomatensaft und Bier.



Donnerstag, 18. September 2014

Tokyo3

Im Stadtteil Ueno, in dem auch unser Hostel ist, gibt es einen Zoo, der auch (als einer von wenigen weltweit) Pandabären beherbergt. Diesen haben wir heute besucht, was fast den ganzen Tag in Anspruch genommen hat. Der Tierpark ist nämlich so groß, dass in ihm eine eigene Monorail-Bahn verkehrt. Die Pandabären darin waren noch nicht mal unser größtes highlight, sondern der japanische Riesenmolch. Wir hatten schon vergessen gehabt, dass dieser eins der wichtigsten Ziele war, die wir uns vorgenommen hatten, als wir ihn plötzlich in einem Aquarium entdeckten. Mit unzähligen Fotos haben wir diesen erhabenen Moment dokumentiert. Als wir später vor den Pinguinen standen, wurden wir dazu eingeladen an einem Quiz (das wohl für Kinder gedacht sein muss) teilzunehmen. Wenn man einen schwimmenden, einen stehenden, einen liegenden, einen laufenden, einen rufenden und einen sich putzenden Pinguin gesehen hat, gab's eine Pinguinfeder geschenkt. Danach haben wir noch einen Abstecher in den Mode-und Krimskrams-Bezirk Harajuku gemacht.



Mittwoch, 17. September 2014

Tokyo2

Heute sind wir früh aufgestanden, um das geschäftige Treiben auf dem Fischmarkt in Tsukiji zu bestaunen. Begleitet hat uns heute ein junger Engländer namens Robby. Dort haben wir das wahrscheinlich frischest zubereitete Sushi unseres Lebens gegessen. Das ist gut so, denn es enthielt unter anderem Thunfisch, Tintenfisch, Garnele, Seezunge und andere Meeresfrüchte, die wir nicht einmal benennen konnten und zwar alles roh. Ab 9 Uhr wurde die Markthalle dann für Touristen geöffnet und wir konnten die Waren selbst bestaunen. Hier gibt es wirklich alles, was sich im Meer tummelt und die Halle ist riesig. Darauf haben wir das Rathaus in Shinjuku betreten. Oben im 45. Stock hat man eine tolle Aussicht über die Stadt. Danach war mal wieder eine Kunstausstellung dran, die Kaja uns geschickt als Technik-Museum verkauft hat. Es handelt sich um das NTT-Comunication-Center in Meiji Jinguame. Hier werden interaktive Installationen moderner Technik gezeigt. Besonders eindrucksvoll waren der Kugelschreiber, der von alleine zeichnet (Man musste nur mit dem Finger darauf achten, dass er nicht umkippt.), das mit Blitzlicht beleuchtete Karussel, das Drahtfiguren zum Leben erweckte und der echolose Raum, in dem man unerwartet unbekannte akkustische Effekte wahrnehmen konnte. Anschließend haben wir das Harajuku-Viertel erkundet, das für seine ausgefallene Mode bekannt ist. Es gab einen Laden, in dem T-shirts mit wahllosen und häufig ungewollt amüsanten deutschen Texten angeboten wurden: ,,Polarer Bär" z.B. Wir haben uns auch in einen Spielzeugladen gewagt, wo Kaja von einem japanischen Jungen zum Roboter-Duell herausgefordert wurde. Diesen Laden haben wir wegen schriller Musik und Augenkrebs allerdings wieder umgehend verlassen müssen und haben uns in die Roppongi Hills aufgemacht. Dort lud ein mit kunstvollen Skulpturen gesäumter futuristischer Gebäudekomplex zum flanieren ein. Abends gabs Essen beim Inder. Davon gibt es viele in Tokyo. Fisch hatten wir schließlich für heute schon genug.