Freitag, 12. September 2014

Beppu

Hört man den Japaner von Beppu reden, so weiten sich seine Augen und beginnen zu leuchten. Beppu ist das Mekka für alle, die auf Saunieren oder sonst irgendwie auf heißes Wasser stehen. Die Region ist berühmt für ihre heißen Thermalquellen. Überall dampft es heraus, sogar aus den Kanaldeckeln. Die Japaner heizen damit, kochen damit und baden natürlich auch darin. Solche heißen Bäder nennt man hier Onsen. Wir haben uns für ein größeres Onsen mit mehreren Becken, Sauna und Wasserfall entschieden. Die Hauptattraktion darin ist allerdings das Sandbad. Hier kann man sich mit ganzem Körper in warmen Sand eingraben. Nach 20 Minuten ist man gut durchgegart. Dieses Mal wollten wir nicht den Fehler von vorgestern wiederholen und sind nach dem Baden Essen gegangen - nicht ahnend, dass wir schon wieder einen verhängnisvollen Fehler begehen würden. In einem preiswerten Restaurant gab es Udon-Nudeln für kleines Geld. Wie es in solchen Lokals üblich ist, kann man die Menge des Gerichts als small, medium und large frei bestimmen, ohne Aufpreis zahlen zu müssen.. Was wir alten Schwaben ohne Ausnahme gewählt haben, kann sich ja jeder denken... Das Ende der Geschichte ist, dass die Augen größer als der Hunger waren und die Hälfte von uns mit überspanntem Bauch vor der unbezwingbaren Menge an Nudelsuppe kapitulieren musste.
Außerdem haben wir hier ein Museum besucht, das sich einzig mit der Kunst des Bambusflechtens beschäftigt. Die Exponate waren sehr beeindruckend, aber durften wiedereinmal nicht fotografiert werden.



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